Träume-Leidenschaften – Dreams-Passions

1-KL-CD-JC-S-I-kl-2007-01

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Klaviermusik von Chopin, Grieg, Liszt, Rachmaninow u.a.

Pianist:
Dr. Peer Findeisen

1 CD

Spieldauer:
70:51

Romantische Klaviermusik mit der einzigen Klaviersonate von Edvard Grieg als Hauptstück sowie zahlreichen bekannten und unbekannteren Glanzlichtern der Klavierliteratur. Als Weltersteinspielung ist eine Miniatur des deutsch-russischen Klaviervirtuosen Ernst Haberbier zu hören.

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Titelliste

Edvard Grieg (1843-1907)
    Sonate für Klavier e-Moll, op. 7
        1. Satz: Allegro moderato
        2. Satz: Andante molto 
        3. Satz: Alla Menuetto, ma poco più lento
        4. Satz: Finale. Molto allegro

Frédéric Chopin (1810-1849)
        Walzer a-Moll, op. 34/2
        Walzer F-Dur, op. 34/3
        Walzer Des-Dur, op. 64/1    Minutenwalzer
        Walzer cis-Moll, op. 64/2
        Walzer Ges-Dur, op. 70/1
        Walzer Des-Dur, op. 64/1
        Fantaisie-Impromptu cis-Moll, op. 66
        Prélude cis-Moll, op. 45

Sergei Rachmaninow (1873-1943)    
        Prélude cis-Moll, op. 3/2
        Prélude G-Dur, op, 32/5
        Prélude f-Moll, op. 32/6

Ernst Haberbier (1813-1869)
        Poetische Etüden    Flüchtige Zeit, op. 53/6

Nikolai Medtner (1880-1951)    
        Frühlingsmärchen, op. 39/3

Franz Liszt (1811-1886)   
        Liebestraum Nr. 3 As-Dur

Claude Debussy (1862-1918)
        Suite bergamasque    Clair de Lune

George Gershwin (1898-1937)
        Blue Lullaby (Nr. 2 aus: 3 Preludes)

Aufnahmeort:
Kurfürstensaal Heppenheim, 2007

Beschreibung:

Dr. Peer Findeisen. Musikpädagoge und Musikwissenschaftler mit Schwerpunkt Nordische Musik, zeigt in dieser Einspielung, dass seine Kenntnis der nordischen Musik weit über das im Notentext Gesagte hinausgeht. So wird der naturmystische Unterton in Griegs Musik atmosphärisch zum Leben erweckt, wo allerlei Virtuosen bisher nur lieblose Effektroutine haben walten lassen. Vielleicht ein Anfang, Griegs Klaviersonate aus der Ecke des angeblichen \"Konservatoriumsstücks\" herauszuholen, in die es einst das beschämend dümmliche Vorurteil antiromantischer Ideologen gestellt hat.

Der Titel dieser CD ist ein bewusstes Zitat der ersten Satzbezeichnung aus Hector Berlioz´ Symphonie fantastique. „An die ferne Geliebte“ gerichtet, hier im übertragenen Sinne als Liebeserklärung an die Dichtung, soll diese hochpoetische Musik ihren Hörern einen vielfältigen Zugang zu kaleidoskopartigen Suggestivklängen zwischen Sehnsucht, Verlangen, Erfüllung, Freude, Glück, Enttäuschung, Zorn und schroffem bis theatralischem Rückzug verschaffen. Weniger einem ohnehin nur problematisch zu definierenden zeitlich-epochalen Rahmen musikalischer Romantik verpflichtet, richtet sich der Interpret in seiner Auswahl nach inhaltlichen Kategorien wie z. B. unendliche Melodie, Literarisierung von Musik, Agogik-Freiheiten in der Phrasengestaltung, Fülle und Komplexität des Klaviersatzes, dem Orchestralen angenähertes Klangfarben-Spektrum, erweiterte Bandbreite zwischen grob skandierter und schwebender Rhythmik uvm.

Mancherlei Unbekanntes gilt es zu entdecken, etwa Nikolaj Medtners im wahrsten Sinne des Wortes „vergessene Weise“ des „Frühlingsmärchens“, oder die Konzertetüden – hier in Ersteinspielung daraus der Titel „Flüchtige Zeit“ -  des Etüdenkomponisten und Klaviervirtuosen Ernst Haberbier, über den biographisch kaum etwas bekannt ist, außer der Tatsache, dass er lange in St. Petersburg als Klavierpädagoge gewirkt hat und sein Leben bei einem Konzert in Bergen (Norwegen) ein jähes Ende nahm, indem er während des musikalischen Vortrags bei einer Herzattacke zusammenbrach und das Podium nicht mehr lebend verließ.

Anderes hingegen gehört zu wahren Klassikern der Klavierliteratur, wie z. B. Clair de Lune oder Chopins Fantaisie-Impromptu.

Hauptwerk der CD ist die Klaviersonate des jungen Edvard Grieg, dessen persönliche Handschrift hier erstmals ganz deutliche Züge angenommen hat, womit das hartnäckige Vorurteil seiner angeblichen Nichtbeherrschung der großen Form hoffentlich endgültig von jedem seriösen Musiker als geistloses Polemisieren entlarvt und ins Reich der Legenden verwiesen wird.