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Cellanima

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Musik für Violoncello solo von Tessadrelli, von Albrecht, Breidler, Münch, von Knorr

Solistin:
Dorothea von Albrecht

1 CD

Spieldauer:
64:06

Hochvirtuose Musik für Violoncello solo, kongenial interpretiert. Einige Stücke sind für die Künstlerin komponiert und hier weltweit zum ersten Mal aufgenommen worden. Wer Zeitgenössisches für Cello liebt, kommt an dieser CD nicht vorbei.

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Titel

Luca Tessadrelli (*1963)
    Quattro Dialoghi per Violincello solo (2001)  
        Deciso, agitato
        Drammatico, con libertá
        Andante in modo eolico
        Rapido

Georg von Albrecht (1891-1976)
    Variationen op. 78 (1970)
    Improvisation op. 83c (1974)

Christoph Breidler (*1986)
    Flagelotttanz (2012)

Martin Münch (*1961)
    Sonatine op. 41 (2006-2012)
        Atemlos heftig
        Adagio meditativo
        Erhitzt, intensiv

Ernst-Lothar von Knorr (1896-1973)
    Sonate für Violoncello solo (1926)
        Allegro moderato
        Scherzo
        Langsam, mit großem Ausdruck
        Allegro molto

Beschreibung

hochvirtuose Aufnahme mit neu(est)er Solo-Cellomusik, nur Werk-Ersteinspielungen

Manchmal sind wir offen für Neues. Das ist die Chance für Unerhörtes, für nie Dagewesenes, uns zu begegnen. Verschließen wir uns gegen das Ungewohnte, verpassen wir wertvolle Momente.

In der Vergangenheit hat klassische Avantgarde in der Musik so oft Anklagendes, den Hörer Provozierendes geboten, dass das Publikum reflexartig auf den Begriff des Neuen mit der Gewissheit reagierte: \"Jetzt wird es anstrengend.\" Diese aus ideologischen Gründen erfolgte Verbannung der Genusskultur aus dem ästhetischen Erleben entwickelte sich zur jahrzehnte-lang gültigen Goldenen Regel einer Moderne, die möglicher-weise ihre Hörer bewusst elitär von sich wegstößt, statt auf sie zuzugehen.

Als sehr begreifliche Konsequenz ergab sich wie von selbst eine massenhafte Zuwendung des überarbeiteten Publikums zur Unterhaltungsindustrie, welche deren Sehnsucht nach leichter verdaulichen Klängen willfährig bedient und inzwischen jahrzehntelange Hochkonjunktur und breite Etablierung in der gesellschaftlichen Mitte genießt.

Die vorliegende Aufnahme möchte den Dialog - wie schon im Titel der ersten hier aufgenommenen Komposition - als musikästhetische Maxime rehabilitieren, ohne anbiedernde Kompromisse einzugehen.

Fulminant virtuos gespielt, entfalten die Stücke eine seelisch-geistige Aura, der sich ein unvoreingenommener Hörer kaum zu entziehen vermag. Johann Sebastian Bachs Solosuiten für Violoncello geheimnisvoll verwandt, wirken die überwiegend zeitgenössischen Kompositionen von LucaTessadrelli, Georg v. Albrecht, Christoph Breidler und Ernst-Lothar v. Knorr überraschenderweise über Jahrhunderte hinweg ähnlich konzentriert, stellenweise sogar ausgesprochen meditativ.